Logo für die Printversion
 

Benchmarking

Das Benchmarking kann dem Existenzgründer helfen, seine Marktsituation im Wettbewerb genauer zu bestimmen.
Das Benchmarking kann dem Existenzgründer helfen, seine Marktsituation im Wettbewerb genauer zu bestimmen.

Wie macht's der beste Konkurrent?


Benchmark bedeutet: Maßstab, Bezugspunkt oder Orientierungswert. Unter Benchmarking versteht man die kontinuierliche Vergleichsanalyse der Produkte/Dienstleistungen sowie Prozesse und Methoden des eigenen Unternehmens sowie dem des besten Wettbewerbers. Benchmarking gehört gemäß zu den beliebtesten Management-Methoden. Benchmarking können Sie einsetzen, um zu erkennen, welche Leistungsdifferenzen zwischen ihrem geplanten Angebot und Ihrer besten Konkurrenz bestehen. Die gewonnenen Erkenntnisse können Sie dann einsetzen, um Ihre Angebote oder Ihre eigene relative Position am Markt zu verbessern.

Sie können sich zum einen direkt mit der Konkurrenz vergleichen - etwa im Hinblick auf Qualität oder Kosten. Zum anderen könen Sie aber auch ein funktionales Benchmarking vornehmen. Dies bedeutet, dass Sie bestimmte Funktionen wie zum Beispiel die Logistik mit Unternehmen vergleichen, die auf diesem Gebiet Spitzenleistungen erbringen. Wenn Sie Ihre Logistik optimieren wollen, können Sie sich ein Beispiel an dem besten Versandhändler oder Spediteur nehmen. Vorteil eines funktionalen Benchmarkings ist es, dass Sie sich die benötigten Daten leichter beschaffen können, weil Sie in der Regel nicht in direkter Konkurrenz zu dem ausgewählten Unternehmen stehen. Als Benchmarks können Sie sowohl monetäre Kennzahlen (Kosten im Verhältnis zum Umsatz, Umsatzrentabilität, Umsatz pro Mitarbeiter, Cash Flow) als auch nicht monetäre Kennzahlen (Lieferzeiten, Durchlaufzeiten, Kapazitätsauslastung, Ausschussquote) einsetzen. Zum Ablauf eines Benchmarkings hat die Unternehmensberatung A.T. Kearney eine Vorgehensweise in acht Schritte vorgeschlagen (Link siehe unten).

Von den Besten lernen

Das Benchmarking kann Ihnen als Gründer helfen, zu erkennen, wo die Konkurrenz steht und was die Standards im Markt sind. Im Vergleich mit Ihrem geplanten Angebot können somit Ihre eigenen Stärken herausarbeiten und ihre Schwächen kennenlernen. Dies kann auch hilfreich sein, um die eigene Position im Wettbewerbsumfeld zu bestimmen.

Benchmarking ist ein Instrument, um von den Besten zu lernen. Die Kritik des Management-Experten Michael Porter lautet: Beim Benchmarking besteht die Gefahr, dass man eben oft nur genau so gut wie der Benchmarking-Partner wird, diesen aber nicht übertrifft und die Produkte in der Konsequenz ähnlicher und damit austauschbarer werden. Innovationen werden oft dadurch geschaffen, dass man etwas grundlegend Neues denkt oder  schafft, was sich gerade nicht an Bestehendem orientiert. Touch-Displays bei Handys etwa konnten nur dadurch entstehen, dass man sich von dem Gedanken einer eingebauten Tastatur verabschiedet hat.

Benchmark - ein Prozess in acht Schritten [nach A. T. Kearney]

 
 

Suche