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Unternehmensnachfolge: Neue Anlaufstelle ergänzt das Beratungsangebot

Unternehmensnachfolge: Neue Anlaufstelle ergänzt das Beratungsangebot der Saarland Offensive für Gründer

Bei der Saarländischen Investitionskreditbank wurde eine neue Koordinierungsstelle geschaffen.



Doris Woll, Jasmin Kreutzer und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger freuen sich, dass die Bedingungen für die Unternehmensnachfolge im Saarland noch besser werden. © Foto MWAEV
Doris Woll, Jasmin Kreutzer und Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger freuen sich, dass die Bedingungen für die Unternehmensnachfolge im Saarland noch besser werden. © Foto MWAEV

Die Saarland Offensive für Gründer SOG bekommt Verstärkung. Bei der Saarländischen Investitionskreditbank SIKB wurde eine Koordinierungsstelle geschaffen, die sich insbesondere mit Fragen der Unternehmensnachfolge befassen soll. Sie wird vom Wirtschaftsministerium im Rahmen des saarländischen EFRE-Programms mit Unterstützung durch die EU für zwei Jahre finanziert. Ministerin Anke Rehlinger und die SIKB-Vorstandsvorsitzende Doris Woll hießen Jasmin Kreutzer als neue Kontaktperson willkommen. Ihre Dienstleistung sei eine wertvolle Ergänzung der SOG-Netzwerkarbeit.

Die Wirtschaftsministerin sieht beim Thema „Generationswechsel“ für kleine und mittlere Unternehmen im Saarland „eine besondere Sachlage“, weil der demografische Wandel sich stärker als anderswo bemerkbar mache: „Das bedeutet auch auf längere Sicht eine Herausforderung.“ Durch regionale Analysen sei klar hervorgetreten, dass sich im Zeitraum zwischen 2014 und 2018 rund 6.300 saarländische Firmenchefs und -chefinnen Gedanken über ihre Nachfolge machen müssen. Die SOG hat diese Herausforderung bereits verstärkt in den Blick genommen und ihr Beratungsangebot im Bereich der Unternehmensnachfolge ausgebaut. Die starke Nachfrage zeige aber, dass das Thema weiterhin intensiv bearbeitet werden muss, so die Ministerin.

Die neu geschaffene Anlaufstelle soll dem vorhandenen Angebot noch einen Akzent hinzufügen, zum Beispiel durch spezielle Informationsvermittlung zwischen Übergeber und Nachfolger. Sie soll als zentrale und neutrale Stelle Übernahmeprozesse im Sinn beider Seiten begleiten. Sie wird insbesondere landesweit potentielle Übergeber und Übernehmer aktiv ansprechen und sie für Fragen der Nachfolge sensibilisieren. Sie arbeitet mit den SOG-Netzwerkberatern eng zusammen und stellt gezielt Kontakt mit ihnen her.

Rehlinger: „Ganz wichtig ist es, sich als Firmeninhaber frühzeitig mit dem Generationswechsel zu befassen, da der Übergabeprozess oft mehrere Jahre dauert. Die neue Stelle wird anhand von Best-Practice-Beispielen zeigen, wo jeweils die wesentlichen Weichenstellungen anstehen.“  

 
 

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