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Finanzierung | Ermittlung des Kapitalbedarfs

Sorgfalt bei der Erstellung des Kapitalbedarfsplans hilft unangenehme Überrschungen vermeiden.
Sorgfalt bei der Erstellung des Kapitalbedarfsplans hilft unangenehme Überrschungen vermeiden.

Kosten für Gründung, Investitionen, Betriebsmittel


Vor der Unternehmensgründung sollten Sie Ihren Kapitalbedarf ermitteln. Dabei handelt es sich um die finanziellen Mittel, die Sie benötigen, um mit Ihrem Unternehmen zu starten und die Sie befähigen, Ihre Leistung zu erbringen. Dazu gehören die Gründungskosten, die Investitionen und der Betriebsmittelbedarf (nicht zwingend).
  • Zu den Gründungskosten gehören die Kosten für die Anmeldung und Eintragung (Gewerbeanmeldung, Handelsregistereintrag), Rechtsanwalt- und Notarkosten sowie Beratungskosten. Die Gründungskosten können je nach Rechtsform unterschiedlich sein. Bei Kapitalgesellschaften (AG und GmbH) liegen diese aufgrund der notariellen Beurkundung des Gesellschaftsvertrages höher als bei Personengesellschaften.

  • Investitionen sind einmalige Anschaffungen von langfristig nutzbaren Produktionsmitteln, die notwendig sind, um die Leistungsbereitschaft eines Unternehmens herzustellen. Dazu zählen die Anschaffung eines Produktionsgebäudes, der Kauf von Maschinen, die Anschaffung von Büro- und Geschäftsausstattung sowie der Bezug von Materialien.

  • Unter Betriebsmittelbedarf versteht man vor allem Personal-, Raum-, Werbe- und Vertriebskosten, Fahrzeug-, Büro- und Verwaltungs-, Versicherungs- sowie Finanzierungskosten.

Das Online-SOG bietet Ihnen unter dem Punkt "Ihr Businessplan" Kalkulationsvorlagen, die bei der Ermittlung des Kapitalbedarfs helfen. Wenn dieser Ihre eigenen Mittel (Eigenkapital) übersteigt, dient ein Kapitalbedarfsplan als Grundlage für Verhandlungen mit Banken und Fördereinrichtungen, bei der Vergabe von Fremdkapital oder Fördermitteln. Daher sollte man bei der Erstellung eines Kapitalbedarfsplans sorgfältig vorgehen, alle Investitionen und Kosten berücksichtigen, nicht zu viel Kapitalbedarf veranschlagen, aber auch nicht so wenig, dass die Leistungserbringung des Unternehmens beeinträchtigt werden könnte.

Zwar sind die anfallenden Kosten schon in der Rentabilitätsplanung berücksichtigt, sollten aber dennoch bei der Kapitalbedarfsplanung zumindest für die ersten drei Monate berücksichtigt werden. So kann die in der Startphase die Zeit überbrückt werden, die es braucht, bis die ersten Umsatzerlöse tatsächlich fließen.

 
 

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