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Glossar | Buchstaben G-M

Fachbegriffe A-F

Fachbegriffe G-M

Fachbegriffe N-S

Fachbegriffe T-Z

 
Gantt-Diagramm
Das G. ist ein Instrument des Projektmanagements, mit dessen Hilfe man zeitliche Abhängigkeiten von Aktivitäten im Projekt grafisch in Form von Balken auf einer Zeitachse darstellen kann. Einzelne Aktivitäten werden  in einer Zeile mit einem waagerechten Balken visualisiert. Je länger der Balken, desto länger dauert die Aktivität. Sich überschneidende Aktivitäten werden durch überlappende Balken dargestellt.

Gebrauchs- und Geschmacksmuster
Ein G. ist Gegenstand eines gewerblichen Schutzrechts, das seinem Inhaber die ausschließliche Befugnis zur Benutzung einer ästhetischen Gestaltungsform (Design, Farbe, Form) verleiht. Gegenüber einem Patent hat ein G. den Vorteil, dass es preisgünstiger und einfacher zu erlangen ist. Die Regelungen sind im Gebrauchsmustergesetz (GebrMS) verankert.

Gemeinkosten
G. sind indirekte Kosten, die gemeinsam für mehrere Kalkulationsobjekte entstehen und sich nicht einem speziellen Kostenträger zuordnen lassen (z. B. Steuern, Abschreibungen).

Geschäftsjahr
- siehe Abrechnungsperiode

Geschäftsplan
- siehe Businessplan

Gewinn
G. ist handelsrechtlich die Differenz zwischen Erträgen und Aufwendungen eines Geschäftsjahres.

Gewinn- und Verlust-Rechnung (GuV)
Die G. dient zur Darstellung der Ertragslage eines Unternehmens. Sie ermittelt den Jahresüberschuss oder -fehlbetrag durch Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen und bildet daher die Rentabilität eines Unternehmens ab. Sie ist handels- und steuerrechtlich notwendig. Zu ihren gesetzlichen Vorschriften siehe § 275 HGB. Der Jahresüberschuss dient auch als steuerliche Bemessungsgrundlage.

Gewinnschwelle
- siehe  Break-even-Point

Handelsregister
Das H. ist ein beim Amtsgericht geführtes öffentliches Register, das Kaufleute und Handelsgesellschaften unter ihrer Firma (Firmennamen) verzeichnet und bestimmte Rechtsvorgänge (Namensänderung, Änderung der Geschäftsführung) offenkundig macht. Das Register besteht aus zwei Abteilungen, Abteilung A (Einzelunternehmen, Personengesellschaften) und Abteilung B (Kapitalgesellschaften), welche mit HRA bzw. HRB abgekürzt werden. Auf eine unterbliebene, aber erforderliche Anmeldung kann mit Zwangsgeld von bis zu  5.000 Euro hingewirkt werden. Ein Unternehmen muss sich ins Handelsregister eintragen, wenn es nach Art oder Umfang kaufmännischen Geschäftsbetrieb erfordert. Ausgenommen sind so genannte "Kleingewerbetreibende", die zwar ein Gewerbe ausüben, aber nicht den Regelungen für Kaufleute unterliegen.

Handelsspanne
Die H. ist die Differenz zwischen dem Nettoverkaufspreis und dem Nettoeinkaufspreis einer Ware. Sie ist eine zentrale Kennzahl für ein Handelsunternehmen.

Illiquidität
- siehe Zahlungsunfähigkeit

Innovation
Der Begriff I. beschreibt die mit technischem, sozialen und wirtschaftlichen Folgen einhergehenden Neuerungen. Im Deutschen wird der Begriff heute im Sinn von neuen Ideen und Erfindungen sowie für deren wirtschaftliche Umsetzung verwendet.

Insolvenz
- siehe Zahlungsunfähigkeit

Interner Zinsfuß
Der I. einer Investition spiegelt die Effektivverzinsung des jeweils gebundenen Kapitals wider. Bei einer Finanzierung mit Fremdkapital lohnt sich die Investition nur, wenn die Fremdkapitalzinsen niedriger sind als der I.

Inventar
I. ist ein Bestandsverzeichnis aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Betriebes, das aus der Inventur hervorgeht.

Inventur
I. ist die mengen- und wertmäßige Erfassung des Vermögens und der Schulden eines Betriebes. Sie ist handelsrechtlich für den Schluss eines jeden Geschäftsjahres vorgeschrieben. Regelungen finden sich in § 240 HGB.

Investition
Als I. bezeichnet man die zielgerichtete, langfristige Kapitalbindung zur Anschaffung eines Vermögensgegenstands (z. B. Maschinenanlagen) zur Erwirtschaftung zukünftiger Erträge. Merkmal einer Investition ist, dass der beschaffte und mit Kaufpreis bezahlte Gegenstand dauerhaft oder über eine längere Dauer im Unternehmen genutzt werden muss. Büromittel wie Papier, Stifte oder Hilfsstoffe (Schmierstoffe, Reinigungsmittel) sind dagegen keine Investition, da sie zügig verbraucht werden. Die Auszahlung für eine Investition wird nur in der Liquiditätsplanung ersichtlich. In der GuV werden nur ihre Abschreibungen eingetragen.

Jahresabschluss
Der J. besteht nach handelsrechtlichen Vorschriften aus der Bilanz und einer GuV. Die Erstellung eines Jahresabschlusses ist handelsrechtlich für Kapitalgesellschaften und Kaufleute (verkürzt) vorgeschrieben.

Kapitalrückfluss
Der Begriff K. bezeichnet die laufenden Überschüsse und die Liquiditätseinzahlungen am Ende der Nutzungsperiode.

Kapitalstruktur
Die Kapitalstruktur gibt einen Überblick über den Aufbau und die Zusammensetzung des Kapitals einer Unternehmung. Goldene Bilanzregel: Finanzierungsgrundsatz, nach dem das Anlagevermögen eines Unternehmens durch langfristiges Kapital zu finanzieren ist, während das Umlaufvermögen auch durch kurzfristiges Kapital finanziert werden kann.

Kleinunternehmer
Der Begriff stammt aus dem Bereich der Umsatzsteuer. K. sind Unternehmer, die bestimmte Umsatzgrenzen nicht überschreiten. Dies bedeutet, dass ein Unternehmer, der im vergangenen Jahr einen Umsatz von bis zu 17.500 Euro (einschließlich Umsatzsteuer) und in diesem Jahr einen Umsatz von nicht mehr als 50.000 Euro erzielt, kann K. sein. K. weisen auf ihren Rechnungen keine Umsatzsteuer aus, zahlen keine Umsatzsteuer an das Finanzamt, dürfen sich aber auch keine Umsatzsteuer erstatten lassen. Für K. gibt es vereinfachte umsatzsteuerliche Aufzeichnungspflichten. Der K. kann allerdings einen Antrag auf die normale umsatzsteuerliche Behandlung stellen. Daran ist er fünf Jahre gebunden.

Leasing
L. ist eine besondere Art der Investitions- und Konsumgütervermietung. Vorteile gegenüber dem Eigentumserwerb liegen in einer geringeren Kapitalbindung sowie höheren Flexibilität des Unternehmens bei der Reaktion auf ökonomische oder technische Entwicklungen. Vorteile gibt es auch bei der steuerlichen Behandlung (sofortige Absetzung der gesamten Leasingraten, abhängig von der gewählten Leasingart).

Liquidität
L. ist eine Kennzahl, die das Verhältnis von Zahlungsverpflichtungen zu flüssigen Mitteln ausdrückt. Man unterscheidet drei Stufen: L. 1. Grades ist das Verhältnis von liquiden Mitteln und kurzfristigen Verbindlichkeiten; L. 2. Grades ist das Verhältnis von liquiden Mitteln und kurzfristigen Forderungen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten; L. 3. Grades ist das Verhältnis von liquiden Mitteln, kurzfristigen Forderungen und Warenbeständen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Liquiditätsgrad
Ist eine Kennzahl, die das Verhältnis von Zahlungsverpflichtungen zu flüssigen Mitteln ausdrückt. Man unterscheidet drei Stufen der Liquidität: Quick Ratio: Current Ratio:

Liquiditätsplanung
Die L. dient der Sicherung des Barmittelbestands und damit der Sicherung der dauerhaften Liquidität des Unternehmens. Dazu sind die einzelnen Ein- und Auszahlungen hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt zu bestimmen. 

Make or Buy
Eigenproduktion oder Fremdbezug? Produkte und Dienstleistungen können vom Unternehmen selbst erstellt werden oder von einem externen Anbieter eingekauft werden. Entscheidungskriterien sind z. B. die produktionswirtschaftliche Situation im Hinblick auf die Kosten und Kapazitäten sowie beschaffungspolitische Fragestellungen wie Qualitätssicherung oder die Abhängigkeit vom Hersteller.

Make to Order
M. ist ein Auftragstyp, bei dem die Produkte  individuell nach Kundenwünschen gefertigt werden.

Marginal Income
- siehe Deckungsbeitrag

Marktkanal
- siehe Absatzweg

Materialaufwand
Der M. ist Bestandteil der GuV. Zum M. zählen Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Aufwendungen für bezogene Waren und Leistungen.

 
 

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